Ansgarschule Twist
 
 

Informationsabend: Eltern sollten Kindern bei sozialen Netzwerken helfen

 

Veranstaltung des Twister Schulverbunds


Bericht aus der Meppener Tagespost von Februar 2012

 

Soziale Netzwerke, wie schülerVZ, Facebook und Co. sind für Kinder und Jugendliche, die gerne „viele Leute“ kennen wollen und sich gerne darstellen, die Plattform. „Dem eigenen Kind das Mitmachen zu verbieten, wenn alle Freunde und Mitschüler in diesen Netzen unterwegs sind, ist keine Lösung. Sie können es eh nicht verbieten“, rät Sozialpädagogin Marion Kleene, Medientrainerin Landkreis Emsland, zur Alternative. „Machen Sie sich selber gemeinsam mit ihrem Kind schlau, damit es schon beim Anlegen seines Profils weiß, was es da überhaupt tut und welche Konsequenzen sein Handeln haben kann.“
Der Twister Schulverbund (alle fünf Grundschulen) hatte in Kooperation mit der Haupt- und Realschule die Eltern zu einem Informationsabend in die Aula der „Schule am See“ eingeladen. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Roswitha Rengers führte Stefanie Harnitz, Vorsitzende des Schulverbunds, in die Thematik ein. „Die sozialen Netzwerke bieten Chancen, aber auch Risiken. Daher haben wir diese aktuelle Thematik aufgegriffen, um Eltern zu informieren.“ Eine Spontanumfrage von Marion Kleene zu Beginn der Veranstaltung brachte ein „erfreuliches Ergebnis“. Die Twister Eltern wissen offenbar größtenteils, was ihre Kinder im Internet machen.
Dennoch, besonders Kinder und Jugendliche sollten gut aufpassen, welche Informationen sie über sich im Internet preisgeben, betonte Kleene. Sie warnte vor Filmen und Videos, die die Menschenwürde verletzen und Gewalt verherrlichen (zum Beispiel aus der rechten Szene). Kleene empfahl den Eltern, Surf-Zeiten und Surf-Regeln mit ihren Kindern zu vereinbaren.

Falsche Freunde

„Vor- und Nachnamen, Adresse und Telefonnummer plus Foto, diese Daten komplett im Profil zu hinterlegen und damit potenziell allen Mitgliedern des Netzwerkes Auskunft zu geben, ist ein absolutes Risiko.“ Eltern sollten ihrem Kind die Gefahren unbedingt deutlich machen. Es empfehle sich, den Nachnamen mit dem Anfangsbuchstaben abzukürzen oder einen Spitznamen (Nickname) zu verwenden.
Alternative: Nur die Leute, mit denen man „befreundet“ ist, können den kompletten Nachnamen sehen. Kinder müssen wissen: „Freunde, die man übers Internet kennenlernt, sind nicht wie Freunde, die man schon seit Jahren persönlich kennt.“
Eine weitere große Gefahr sei das „Cybermobbing“. Dies bedeutet, soziale Netzwerke werden genutzt, um eine Person systematisch zu demütigen, indem man ohne Einverständnis Bilder hochlädt oder sogar falsche Profile unter dem Namen des Mobbing-Opfers gezielt einrichtet.
Jeder solle sich immer bewusst machen, „ich bin öffentlich ganz privat“. Daher, so riet Kleene, sollte man besonders vorsichtig mit eigenen Kontaktdaten umgehen. „Adressen und Telefonnummern gehören nicht ins Profil. Wer anrufen will, kann schließlich vorher fragen.“ Aufpassen solle man auch, wenn es um öffentliche Nachrichten auf Pinnwänden gehe, man solle ebenfalls nie verraten, wo man sich genau an welchem Ort aufhalte. „Keiner weiß, wer wirklich mitliest.“
Peinliche Fotos und peinliche Nachrichten könnten noch nach Jahren zu einem Problem werden, mahnte die Sozialpädagogin. „Immer mehr Arbeitgeber kommen auf die Idee, nicht nur allgemein das Internet, sondern zusätzlich soziale Netzwerke zu durchsuchen.