Ansgarschule Twist
 
 

Naturparkschulen ausgezeichnet

Kinder in Twist lernen ihre Umwelt besser kennen

 

Bericht aus der Meppener Tagespost von Juni 2019

Twist. Vier Twister Grundschulen sind als Naturparkschule ausgezeichnet worden. In ihnen setzen sich die Kinder mit der Natur- und Kulturlandschaft ihrer Heimat auseinander.

Kinder sangen und tanzten bei der Auszeichung von vier Grundschulen in Twist als Naturpark-Schulen. Zum Programm zählte auch eine kleine Aufführung der Kinder. Das Lied der Moorhexe haben Kinder der 3. Klasse gesungen.

Die Schulleiterinnen der Christophorusschule, der Grundschule Adorf, der Marienschule und der Ansgarschule haben die Urkunden des Naturparks Moor-Veenland entgegengenommen. Bei der Feierstunde in der Ansgarschule dankte die kommissarische Leiterin, Barbara Menke, für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Nach einer kleinen musikalischen Einlage durch die Kinder der 2. Klasse erläuterte der Geschäftsführer des Naturparks Moor-Veenland Details zu dem Projekt: „Der Naturpark Moor-Veenland beteiligt sich an der bundesweiten Initiative "Netzwerk Naturpark-Schulen" des Verbandes Deutscher Naturparke. Der Vorteil für die Schulen ist die Bereicherung des Unterrichts durch die Einbindung außerschulischer Partner wie zum Beispiel Imker, Schäfer, Landwirte, Förster oder auch Heimatvereine. Für den Naturpark ist es ein Vorteil, dass so die Verankerung des Parks in der Region und in der Bevölkerung unterstützt wird“, erläuterte Carli.

Glückwünsche gab es vom Ersten Kreisrat Martin Gerenkamp und Bürgermeister Ernst Schmitz. Er wies auf die Bedeutung der Zusammenarbeit der vier Grundschulen innerhalb des Naturparks hin.

Ute Reker, die als Vertreterin des Schulverbunds Twist gekommen war, brachte zunächst ihre Freude über die Auszeichnungen zum Ausdruck und erinnerte an die Bedeutung, die das Moor noch vor wenigen Jahrzehnten für die Menschen in Twist hatte „Als vor etwa 60 Jahren die Marienschule Twist neu gebaut wurde, fragte der damalige Schulleiter, so steht es in der Chronik, bei der Behörde in Meppen an, ob das braune Wasser, welches aus dem Hahn kommt, trinkbar sei. Moorwasser, eisenhaltig, aber ungefährlich und zum Trinken geeignet, so war die Antwort“, erinnerte die Pädagogin.

Damit aber in der Gegenwart das Wissen um die hiesige Flora und Fauna nicht in Vergessenheit gerate, seien Themen des Moores in die Lehrpläne eingefügt worden. „Dazu zählen die Bienen, das Schaf, die Erschließung des Moores, aber auch Nutzung beziehungsweise der Erhalt der Moorlandschaften durch den Naturpark Moor-Veenland“, erklärte Reker und fügte hinzu: „Alle Grundschulen haben in ihr Leitbild der Schule den Gedanken des Naturparks Moor-Veenland eingefügt und verpflichten sich zu jährlichen Fortbildungen der Lehrerinnen und Lehrer.“

Gerhard Nögel, Schulfachlicher Dezernent der Niedersächsischen Landesschulbehörde, erläuterte daraufhin die einzelnen Kriterien, nach denen die Auszeichnungen erfolgten und welche Ziele angestrebt werden. Die Kinder sollen „durch das Projekt in die Lage versetzt werden, nachhaltige Lebens- und Konsumentscheidungen zu treffen und aktiv zu einer nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen“, erklärte Nögel.