Ansgarschule Twist
 
 

Seltene Haustierrassen und das Dasein im Moor



Bericht aus dem EL-Kurier von Juni 2013

 


Beim Siedlertag im Emsland Moormuseum erleben Kinder und Jugendliche wie Menschen im Emsland früher lebten?

Kinder und Jugendliche erfahren an den Siedlertagen auf dem Gelände des Emsland Moormuseums in Groß Hesepe, wie die ersten Siedler im Moor gelebt haben. So auch jetzt die Viertklässler der Ansgarschule Twist.
Die Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache, denn bei der Beschäftigung mit dem Thema Moor ist Spannung vorprogrammiert. In Gruppen eingeteilt, halfen die Kinder Anneliese Wessling, die in die Rolle einer Moorsiedlerin schlüpfte.
Ihr gingen die Schüler bei der Arbeit und dem Zubereiten des Essens zur Hand. Dabei erfuhren sie, wie man die Zutaten aus dem Bauerngarten erntet und wie das Gemüse gesät wird. Gemeinsam mit Annelene Otten-Jansen, welche die Rolle der Bäuerin und Tierpflegerin eingenommen hatte, versorgten sie die Tiere des Siedlerhofes und lernten dabei: „Was wir erhalten wollen, müssen wir aufessen.“ Denn dieser vermeintliche Widerspruch habe im Hinblick auf den Erhalt von Haustierassen allerdings Sinn, erklärte Otten-Jansen den Kindern und zeigte ihnen, welche heimischen, vom Aussterben bedrohten Haustierrassen auf dem Siedlerhof ein neues Zuhause gefunden haben.
Woraus 
besteht Moor, was ist Torf? Wie hat sich das Leben in einer Moorkate damals abgespielt? Fragen hatten die Schüler viele und die Antworten wurden ihnen anschaulich präsentiert. Wie hart die Arbeit der ersten Moorsiedler war, welche Sorgen die Menschen damals hatten, das alles veranschaulichte Anneliese Wessling an ganz alltäglichen Beispielen aus der nicht immer guten alten Zeit. Da war etwa ein Nachttopf überlebenswichtig. Die „Plumpsklos“ befanden sich außerhalb der Katen und Siedlerhöfe und konnten von alten und kranken Menschen nicht benutzt werden. Als Moordetektive unterwegs lernten die Kinder welche in ihrem Bestand gefährdeten Pflanzen und Tiere im Moor leben. Auf einer kleinen Exkursion erfuhren sie viel über die Besonderheiten dieses Natur- und Lebensraums. Mit großem Appetit wurde nach einem spannenden „Unterrichtsvormittag“ das lecker selbst zubereitete Mittagessen mit Produkten aus dem Siedlergarten verputzt.